Der Vorteil im Wettbewerb: Neue Geschäftsprozesse zügig umsetzen
Geschäftsprozesse sind schon lange nicht mehr in Stein gemeißelt. Warum wird es immer wichtiger, sie ständig anpassen zu können?
Stiehl: Flexibilität in den Geschäftsprozessen ist eine Voraussetzung, damit Unternehmen sich zügig an veränderte Marktbedingungen anpassen können. Wettbewerbsfähig sind solche Unternehmen, die bei den Prozessanpassungen schneller reagieren als ihre Mitbewerber. Denn Fakt ist nun einmal: Erfolgreiche Prozesse werden schnell kopiert. Nur die Fähigkeit zum permanenten Wandel schafft hier den nötigen Vorsprung.
SAP betont seit Langem den Faktor Integration und sieht hier die eigenen Lösungen weit vorne. Können Sie erläutern warum?
Stiehl: Über die Jahre sind in den Unternehmen vielschichtige IT-Landschaften gewachsen. Dieser Trend wird durch Firmenaufkäufe sowie durch neue On-Demand-Angebote zusätzlich bestärkt. Der Wunsch nach durchgängigen Prozessen steigert den Integrationsbedarf, da zwangsläufig viele Systeme betroffen sind. Mit einer Software wie zum Beispiel SAP NetWeaver Process Orchestration (der neuen Kombination aus der Komponente SAP NetWeaver Business Process Management und der Java-Installationsoption von SAP NetWeaver Process Integration) bekommen Kunden das passende Werkzeug an die Hand. Die Software unterstützt den nahtlosen Übergang zwischen Prozessen, die sich eher am Benutzer orientieren, und solchen, deren Schwerpunkt auf Integration liegt – unabhängig von Endgeräten (am Frontend) und zu integrierenden IT-Systemen (im Backend). Dabei überblickt sie nahtlos alle Prozesse innerhalb und außerhalb des Unternehmens, natürlich auch unter Berücksichtigung von mobilen Szenarien und On-Demand-Angeboten. So kann jedes Unternehmen nach eigenen Wünschen den Schwerpunkt setzen – auch bei der Geschwindigkeit des Fortschritts. Die gemeinsame Plattform sorgt dabei dafür, dass sich dennoch die Qualität aller Fach- und Integrationsprozesse einfach überwachen lässt.
Das klingt kompliziert. Wie stellen Sie dennoch sicher, dass Sie gleichermaßen die IT-Abteilung und die Business-Anwender ansprechen und Mehrwert für beide schaffen?
Stiehl: Mit der grafischen Prozessmodellierungsnotation BPMN (Business Process Model and Notation) hat sich inzwischen sowohl auf der fachlichen als auch auf der technischen Seite ein einfach zu handhabender Standard etabliert, mit dem sich Prozesse nicht nur wirklichkeitsgetreu modellieren, sondern in der Folge auch genau so ausführen lassen. Dadurch verringern sich Missverständnisse zwischen Fach- und IT-Abteilung. Ergänzt werden muss ein solches Konzept allerdings noch durch eine nachhaltige Anwendungsarchitektur, die beide Welten sauber trennt und dennoch beiden Seiten größtmögliche Freiheiten gewährt. Eine solche Architektur unterstützt klare Absprachen, Zuständigkeiten und Aufgabenteilungen. So lassen sich Interessen- und Zuständigkeitskonflikte zwischen den Fach- und den IT-Abteilungen vermeiden – und sicherstellen, dass die vom Management ausgegebene Unternehmensstrategie, die ja letztendlich durch die Geschäftsprozesse abgebildet wird, mit den implementierten Prozessen im Einklang steht.
Wie ist in diesem Zusammenhang eine Anwendung wie SAP StreamWork einzuordnen?
Stiehl: SAP StreamWork erleichtert die übergreifende Zusammenarbeit und punktet dabei an zwei Stellen: Einerseits erleichtert die Software die Teamarbeit, während Geschäftsprozesse entwickelt werden. Dabei sind Experten unterschiedlichster Abteilungen eingebunden – losgelöst von deren Arbeitsplatz. Hier bedarf es einer Plattform, die ortsübergreifend die Zusammenarbeit unterstützt und dabei gleichzeitig die Kreativität der Beteiligten nicht einschränkt. Es geht dabei darum, Menschen, Informationen und Methoden in einer Arbeitsumgebung zu verbinden. Andererseits unterstützt SAP StreamWork auch während der Ausführung von Geschäftsprozessen, denn nicht alle Abläufe sind von vornherein bis ins letzte Detail planbar. Insbesondere für Wissensarbeiter ist eine starre Prozessführung eher hinderlich. Daher kann SAP StreamWork in einen strukturierten, vormodellierten Prozess eingebunden werden, um beispielsweise im Team eine Entscheidung herbeizuführen. Ist diese in SAP StreamWork gefallen, geht die Kontrolle an den strukturierten Prozess zurück. Unsere Software gibt also auf der einen Seite einen hilfreichen Rahmen vor, der die Zusammenarbeit definiert. Andererseits bietet sie aber auch enorme Freiheitsgrade dort, wo es keine klar definierten Spielregeln gibt.
Weitere Informationen:
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